Die Göttinnen-Bücher

Die Göttinnen-Bücher bilden ein wichtiges kommunikatives Instrument, welches dazu dient, die wissenschaftliche, künstlerische und regionale Dimension des Projektes miteinander zu verbinden. Die schön gestalteten kleinen Bücher unterstützen das Projekt dabei, die Ergebnisse und Erkenntnisse der Archäologie einem breiten Publikum in Niederösterreich bekannt zu machen. Projektziel ist es, die Selbstwahrnehmung der Frauen in Bezug auf ihre Bedeutung und Leistung innerhalb einer regionalen Ökonomie zu stärken. Die prähistorischen Figurinen werden als Symbole weiblicher Identifikation wieder ins Spiel gebracht. Jedes der Bücher ist einer der in Niederösterreich aufgefundenen prähistorischen Figurinen gewidmet: der Venus von Willendorf, der Fanny von Galgenberg, der Katharina von Falkenstein – und einer wichtigen Nachbarin, der Venus von Dolni Vestonice aus Mähren/CZ.

Fachlich hochqualifizierte ArchäologInnen, die auf diese Figurinen spezialisiert sind, oder, wie im Falle der Figurinen vom Galgenberg und Falkenstein, diese sogar selbst gehoben haben, verfassen informative Texte zu den Abbildungen der kleinen Plastiken (Walpurga Antl-Weiser, Christine Neugebauer-Maresch, Martin Oliva). Ein Interview mit einer Frau aus der Region über ihr Leben, ihre Rolle, ihre Möglichkeiten verknüpft das Bild der prähistorischen Figurinen mit der Realität der Frauen von heute. Dazu kommt ein kurzer Text über die kulturhistorische und psychologische Bedeutung der Mutter, der Frau oder der Tochter. Die Gestaltung der Bücher übernimmt die französisch-chilenische Künstlerin Federica Matta, die die Gruppe der Figurinen in ihren Zeichnungen animiert und wie in einem imaginären Theater auftreten lässt.